Presse

Artikel 1
„Szenen (k)einer Ehe“
Theater im Hotel Theophano

In der intimen Atmosphäre des Quedlinburger Hotels "Theophano" erleben jeweils 25 Zuschauer die Wandlung zweier Amerikaner mit. Was bleibt, ist eine von Illi Oehlmann und Benedikt Florian Schörnig wunderbar gespielte flirrende Zuneigung. Aus einem Seitensprung werden intensive Liebesnächte, jedes Jahr aufs Neue. Da spürt man, es ist etwas ganz Besonderes, was man miterlebt.
Arnold Hofheinz inszeniert zwischen Frühstückstisch, Hotel-Rezeption und Liebes-Suite Nummer 20 die zu allererst berührende, zuweilen komische und Romantik verströmende Komödie nicht als tränenfeuchtes Taschentuch-Stück. Und keineswegs voyeuristisch. Er arbeitet mit seinen Darstellern durchaus Szenen heraus, die verhalten stimmen. Liebesgewinn steht Verlust gegenüber; George verliert seinen ältesten Sohn im Krieg. Plötzlich gewinnt das Beisammensein im Bett politische Dimensionen. Job- und Geldsorgen, die attraktive Doris wird plötzlich Großmutter - die Zeiger der Lebensuhr kreisen unbarmherzig.
Am Schluss gab es verdientermaßen stürmischen Applaus für Oehlmann und Schörnig, Sauer-Funke und Hofheinz. Beim Verbeugen fehlte jedoch ein wesentlicher Akteur: Theophano-Chefkoch Sebastian Vogel, der das höchst gelungene Hotel-Theater-Ereignis mit einem kalifornischen Spitzenmenü bereicherte!
(Quelle: mz-Artikel von Uwe Kraus, 18.02.2010)

Artikel 2
„Romantik Hotel Theophano laut FOCUS unter den 10 beliebtesten Hotels der Neuen Bundesländer“

In der aktuellen Ausgabe des FOCUS (14.07.2009) wurden unter dem Titelthema „Der beste Urlaub in Deutschland“ die 100 beliebtesten Hotels Deutschlands aufgeführt. Mit dem Romantik Hotel Theophano am historischen Quedlinburger Marktplatz und dem Hotel Weißer Hirsch in Wernigerode wurden zwei Hotels in Sachsen-Anhalt zu den 10 beliebtesten Hotels der Neuen Bundesländer gewählt. Damit gehört das „Theophano“ deutschlandweit zu den Top 50 Hotels der Bewertung. Neben dem Hotel selbst wurde auch sein Restaurant im Quedlinburger Palais Salfeldt mit seiner einmaligen Atmosphäre besonders hervorgehoben.
(Quelle: Pressemitteilung, Juli 2009)

Artikel 3
"Ein Märchen aus Fachwerk" -
QUEDLINBURG UND DAS HOTEL THEOPHANO:

Am Randes des Harzes, Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge, liegt die schönste Fachwerkstadt des Landes, wenn nicht sogar Europas. Darüber hinaus rühmt sich Quedlinburg eines weltberühmten Kirchenschatzes mit religiöser Kunst des Mittelalters, der in der Stiftskirche auf dem Schlossberg ausgestellt ist. Die UNESCO hat die gesamte Stadt, die vor wenigen Jahren ihren 1.000. Geburtstag feierte, zum Weltkulturerbe ernannt. Quedlinburg war die Wiege der ottonischen Dynastie, der ersten Reihe sächsischer Könige im späteren Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (der erste deutsche König, Heinrich I., liegt in der Stiftskirche begraben). ... Auf dem Marktplatz der Stadt steht das hübsche "Hotel Theophano". Ein erstaunlicher Blickfang, das aus fünf historischen Gebäuden des 17.Jahrhunderts konstruiert wurde und dem Andenken der byzantinischen Prinzessin Theophano gewidmet ist, die 972 den sächsischen Thronanwärter Otto II. heiratete. Das kleine Hotel wurde sehr schön restauriert und wird heute mit viel Engagement von einer jungen Belegschaft geführt. Der hoteleigene Weinkeller mit seinen von Kerzenlicht beschienenen Gewölbedecken ist ein wunderbarer Ort, an dem ausgezeichnete Speisen angeboten werden.
(Quelle: „1000 Places To See Before You Die“, Die Lebensliste für den Weltreisenden, von Patricia Shultz, Seite 27-28)

Artikel 4
„Romantik Hotel Theophano: UNTER DACH UND FACH“

Gerade Wände und rechte Winkel darf man hier nicht erwarten. Auf Quedlinburgs sumpfigem Baugrund hängt Fachwerk gern mal durch. Aber das Krumme und Unregelmäßige macht die tausendjährige Stadt gerade so interessant – die UNESCO zählt sie zum Weltkulturerbe. Das Ehepaar Vester erbte persönlich ein Stück davon, und zwar ein echtes Schmuckstück, das seit 350 Jahren den Markt der Harzstadt ziert. Geschmückt mit Balkenköpfen im Diamantschnitt ist das einstige Kaufmanns- und Gildehaus ein Schulbeispiel des „Quedlinburger Sonderstils“, einer Spielart der Fachwerkarchitektur mit außergewöhnlich schönen Schnitzereien in den Holzbalken. Reinhard Vester zog nach dem Mauerfall mit seiner Frau Gabriele aus Bonn in die Harzstadt, restaurierte das Haus seiner Vorfahren aufwendig und eröffnete darin 1993 ein Hotel. Benannt ist es nach Theophano, der hoch gebildeten Gemahlin Ottos II., einer tatkräftigen deutschen Kaiserin, die aus Byzanz stammte; Quedlinburg war ihre Lieblingspfalz.

„Achtung, wir haben keinen Fahrstuhl“, warnen die Vesters beim Empfang. Dafür dürfen ihre Gäste die Erfahrung machen, wie behaglich es sich in altem Fachwerk mit schiefen Ecken und knorzigen Balken wohnt. Zwei Haupt- und drei Nebengebäude, schön verschachtelt, bieten individuelle Zimmer. Alte Holzmöbel, Himmelbetten und antike Kelims hat die Hausherrin Stück für Stück selbst ausgesucht. Sie gab ihre Praxis als Psychotherapeutin auf und ist jetzt die Seele des „Theophano“, steht Gästen mit Rat und Tat zur Seite – und sorgt dafür, dass sie vom Küchenchef mit Delikatessen versorgt werden. Im historischen Gewölbekeller werden Gerichte mit deutschen und südeuropäischen Noten serviert, durchaus im Geist der weltoffenen Namenspatronin. Seit das Hotel zum Markt hin ein Café eröffnete, dient es der Stadt als gute Stube: Feine alte Damen kommen her zum „konditern“, Künstler fühlen sich wie zu Hause, pflastermüde Touristen tanken auf. Und zu den Heiligtümer der Ottonen auf dem Schlossberg sind es nur ein paar Minuten.
(Quelle: GEO Saison EXTRA – Deutschland 05/2006 - Ilona Rühmann)

Artikel 5
„Wohnen im Denkmal“

Was sollen wir mit fünf ineinander verschachtelten Fachwerkhäusern, und dann noch in Quedlinburg? Nee, wir bleiben in Bonn. Kurz nach der Wende war für die Psychotherapeutin Gabriele Vester und ihren Mann Reinhard, einen Journalisten, eigentlich alles klar: Sei wollten das alte Familienerbe nicht übernehmen. Aber hingefahren sind sie schon. Bloß um zu gucken. Und erlagen auf Anhieb diesem tausendjährigen Stadtchen am Nordrand des Harzes einst Lieblingspfalz deutscher Kaiser und Könige ein vom Krieg verschontes Fachwerk-Märchen mit Kopfsteinpflastergassen, einem pompösen Frauenstift oben auf dem Burgberg, einem Domschatz mit sagenhaften Kostbarkeiten, der Lyonel-Feininger-Galerie mit ihrer einzigartigen Sammlung dieses berühmten Künstlers der Moderne. Und mittendrin am weitläufigen Marktplatz das ehemalige Gildehaus der Lohgerber und spätere "Wäsche- und Leinhaus" von Reinhards Vorfahr. Bös heruntergekommen. Aber dennoch war´s um die beiden geschehen. Heute ist das Denkmal vor dem Verfall gerettet, bestens renoviert und heißt "Hotel Theophano" - nach der tatkräftigen byzantinischen Prinzessin, die Kaiser Otto II. heiratete und häufig in Quedlinburg residierte. Jedes Zimmer ist anders: mit Weichholzmöbeln von Trödlern und Antiquitätenhändlern, mit Laura-Ashley-Stoffen und Kelim-Teppichen. Essen gibt es im schummrigen Gewölbekeller. Frühstück bei schönem Wetter auf der Terrasse am Marktplatz.
(Quelle: Brigitte 16/2002)

Artikel 6
„Räume für Träume“

Eine Familie aus Bonn hat ihr Leben komplett umgekrempelt und in der mittelalterlichen Stadt Quedlinburg ein Hotel eröffnet.

Anfangs machte das Haus einfach nur einen erbärmlichen Eindruck: Durch die Löcher im Dach konnte man den Himmel sehen und eine der Wohnungen war sogar komplett ausgeweidet. Kaum jemand hätte das uralte Fachwerkhaus geschenkt haben wollen, das da in Quedlinburg von Desinteresse an historischer Bausubstanz, jahrzehntelanger Vernachlässigung und Materialmangel zeugte. Was aber, wenn man ein solches Gebäude erbt? Dann muss man sich vielleicht auf ein Wagnis einlassen, wie es die Familie Vester aus dem Rheinland tat.

"Diese Stadt schreit nach begeisterungsfähigen Menschen." - Gabriele Vester

Reinhard Spilker-Vester lebte schon lange im Westen, als das Wäsche- und Leinhaus seines Großvaters 1952 verstaatlicht wurde. Er hatte es längst abgeschrieben, bis die Stadt Quedlinburg zwecks Rettung der 350 Jahre alten Gildehäuser 1991 an ihn herantrat - und ihm damit einen Floh ins Ohr setzte: ein Umzug nach Ostdeutschland? Warum eigentlich nicht? Noch mal etwas anderes anfangen? Freunde hielten den Journalisten und seine Frau für verrückt, als sie von deren Überlegungen erfuhren. Verwandte schüttelten den Kopf. Doch das Paar ließ sich nicht beirren. Hier war Pioniergeist gefragt. "Diese Stadt schreit nach begeisterungsfähigen Menschen", sagt Gabriele Vester, die von Beruf Psychologin ist und für das Quedlinburger Abenteuer ihre gut eingeführte Praxis bei Bonn aufgegeben hat.
Und so begann die Arbeit am Haus - für die zu Beginn wirklich viel Enthusiasmus nötig war, um den Mut nicht zu verlieren. Denn jeder Spatenstich, jeder Handgriff förderte neue Schäden zu Tage. Durch reguläre Mieteinnahmen wäre der Kredit der praktischerweise gleich im Erdgeschoss eingezogenen Bank nicht zu finanzieren gewesen. Mit dem Haus musste mehr Geld verdient werden. So reifte der Plan, ein Hotel daraus zu machen.

Das alles ist mittlerweile acht Jahre her. Längst hat sich Familie Vester unter dem Dach auch selbst eingerichtet und genießt von ihrer Dachterrasse den Ausblick auf die mit Schiefer gedeckten Mützen der kantigen Wehrtürme und ein Meer spitzwinkliger Häuser. Quedlinburg verdankt seiner Randlage am Ostharz den Ruf, einer der sonnigsten Flecken in Deutschland zu sein. Seit die UNESCO die Altstadt mir ihren unversehrten mittelalterlichen Grundriss 1994 zum Weltkulturerbe erklärte, wurde mehr als die Hälfte der 1200 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten sorgfältig restauriert. Die Stadt an der Straße der Romanik entwickelte sich zu einem Schmuckstück und ist ein beliebtes touristisches Ziel geworden. Die Rechnung der Rheinländer scheint aufgegangen zu sein.
Das historische Haus am Markt ist inzwischen kaum wieder zu erkennen. Hinter dem alten Fachwerk herrscht nun eine beinahe mediterrane Atmosphäre: Rot, gelb und zartgrün leuchten die Wände, spanische Amphoren unterstreichen den Holzton der Möbel. Die kostbaren Kelims, mit denen das Hotel ausgestattet ist, kommen aus der Heimat der byzantinischen Prinzessin Theophano, die nach ihrer Heirat ins sächsische Kaiserhaus vor 1000 Jahren die Stadt Quedlinburg für fremdländische Kultureinflüsse öffnete. Familie Vester hat ihr Hotel nach der weltoffenen Kaiserin benannt.
Mit ihrer Aufbruchsstimmung und ihrem Engagement lösten die Vesters in der Stadt jedoch nicht nur Begeisterung aus. Das hätten sie durchaus zu spüren bekommen, erzählt Gabriele Vester. So verabschiedete man sich in der Verwaltung nur zögerlich von jahrzehntealten Auflagen und Hemmnissen.
Unkonventionelle Ideen und deren zügige Umsetzung aber waren und sind das Kapital der umtriebigen Rheinländer. So rief Hotelchefin Vester rund um den Marktplatz den dezemberlichen "Advent in den Höfen" ins Leben, für dessen Erfolg sie sogar einen Innovationspreis bekam. Und in einem dem Hotel benachbarten Kellergewölbe richtete sie ein Restaurant ein, dem das Fachmagazin "Der Feinschmecker" bereits großes Lob gespendet hat. Demnächst will sie sogar noch ein Cafe eröffnen.
Zwar ist Quedlinburg keine Stadt, in der Milch und Honig fließen. Doch mit 160 Geschäften und 100 gastronomischen Betrieben, von denen sich viele hinter den hohen Toreinfahrten stattlicher Bürgerhäuser verbergen, bietet das wohl größte Freilichtmuseum Deutschlands eine gesunde Infrastruktur für viele Gäste.
"Wenn es der Stadt gut geht, geht es uns auch gut", sagt Reinhard Spilker-Vester. Mit Gelassenheit nehmen er und seine Frau hin, dass die Anzahl der Hotels in Quedlinburg mittlerweile auf 14 angewachsen ist. Denn niemand kann ihnen jemals das schöne Gefühl nehmen, eine Vision verwirklicht zu haben.
Bettina v. Kleist
(Quelle: DB mobil 07/02)